Wirtschaftlich von der Viehwirtschaft abhängige Landwirte haben meist eine begrenzte Ackerlandfläche zur Verfügung, um diese mit Gülle zu düngen. Nehmen sie mehr Kühe oder Schweine hinzu, vergrößert sich in den seltensten Fällen das Ackerland. So stehen die Bauern vor einem großen Problem. Denn die Tiere produzieren weiterhin Gülle, die nun entsorgt werden muss. Doch das Ackerland kann nur eine bestimmte Menge aufnehmen, bevor die Nitratbelastung zu hoch wird und Pflanzen und Grundwasser beeinträchtigt werden.

Um den mittlerweile europaweit verbreiteten Gülletourismus einzugrenzen, ist es dringend notwendig, endlich neue Konzepte zu realisieren. Insbesondere die wenig tierfreundliche Massentierhaltung und ihre offensichtlichen Folgen müssen beendet werden. So könnte man eine flächengebundene Tierhaltung und das Recycling von Gülle einführen. Damit würde man zusätzlich überregionalen und sogar internationalen Gülle- und Futtermitteltransporten entgegenwirken, die gleichzeitig durch Abgase, Staus und so weiter Umweltprobleme mit sich bringen.